KULTUR- und HEIMATVEREIN LORCH e.V.

Am 2. Oktober 1986 wurde ein Museums- und Kulturverein gegründet von den Gründungsmitgliedern Robert Struppmann (1. Vorsitzender), Marianne Rößler und Trudi Glaßner (zwei stellvertretende Vorsitzende), Hans-Joachim Horne (Kassierer), Bürgermeister Alexander Schneider, Prof. Herbert Herwig, Hermann Dölger, Marlene Knapp, Reinhold Ott und Helmut Stübner.

Als Museumsverein betreut der Verein im Auftrag der Stadt Lorch (sie gehört dem Verein als Mitglied an) das Lorcher- Kunst- und Heimatmuseum durch:

  • Pflege/Restaurierung und Ergänzung des Museumsbestandes
  • sachkundige Führungen
  • Organisation einer Aufsicht während den Öffnungszeiten.

Als Kulturverein betätigt sich der Verein durch:

  • Ausstellungen und Dokumentationen
  • Vorträge und Konzertabende
  • Förderung vor allem Lorcher Künstler
  • Tages- und Halbtagsfahrten zu sehenswerten Städten, Kirchen und historischen Bauten
    mit anschließendem gemütlichem Dämmerschoppen in einer Weinstube.

Zusammenschluss

vom Verkehrs- und Verschönerungsverein mit dem Museums- und Kulturverein:

Am 21. April 1993 wurde der bisherige Verkehrs- und Verschönerungsverein vom Museums- und Kulturverein übernommen. Die Modalitäten sind in einem Vertrag vom 21.04.1993 aufgeführt und vom Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Lorenz Rabenecker und dem Vorsitzenden des Museums- und Kulturvereins unterschrieben- Vertrag und Unterschriften wurden mit Datum 21.04.1993 in UR. Nr. 37/1993 notariell von Peter-Jürgen Klemm, Rüdesheim beglaubigt.

Die heutigen Aufgaben des Kultur- und Heimatvereins Lorch:

  • Organisation und Durchführung der alljährlichen Lorcher Kulturtage, Ende September/Anfang Oktober mit etwa zehn verschiedenen Veranstaltungen
  • Unterstützung und Betreuung der Kinderkulturtage
  • jährliche mehrtägige Kulturfahrt (Busfahrt) zu sehenswürdigen und kunsthistorisch interessanten Städten und Gebieten in Deutschland und den Nachbarländern
  • Tages- oder Halbtagsfahrten zu Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung und Museums-Besuchsfahrten (z.B. Frankfurt, Bonn u. a. )
  • Unterstützung beim Vertrieb der Lorcher Bücher: Lorcher Chronik, Lorch in alten Bildern, Lorch und seine Kunst, Lorch und sein Wein, der Lorcher Schnitzaltar
  • einzelne Vortragsabende mit überwiegend kulturellen oder historischen Themen
  • alljährliches Zusammentreffen der Mitglieder zum Jahreswechsel
  • Betreuung des Robert-Struppmann-Museums, des Kunst- Heimatmuseums der Stadt Lorch

Robert-Struppmann-Museum

Das Museum wurde im Mai 1989 eröffnet. Schwerpunkt des Museums ist die Kunstsammmlung des Pfarrers Anton Karl Pfaff (1872-1926), eines gebürtigen Lorchers, der seine Sammlung 1925 seiner Heimatstadt Lorch vermacht hat. Das Lorcher Museum ist das einzige Kunstmuseum im Rheingau-Taunus-Kreis.

Das in drei Etagen eingerichtete kleine Museumsgebäude beinhaltet überwiegend sakrale mittelalterliche Skulpturen aus der Zeit um 1400. Im Zentrum ist das Haupt Johannes des Täufers zu sehen (um 1350).

Im Mittelpunkt der oberen Etage steht die Lorcher Traubenmadonna (Thronende Muttergottes mit Kind und Traube, um 1350, Typus einer rheinischen Sitzmadonna).
Weitere bemerkenswerte Kunstschätze sind ein Vesperbild / Pieta (1470), zwei Reliquienbüsten der hl. Ursula (1360/1500), Heiliger Pilger mit Kirchenmodell (um 1500), Heilige Barbara mit Reliquienkapsel (um 1600)), Drei weibliche Heilige der Bilderschule von Hadamar (18. Jahrh.).

Die ca. 30 Skulpturen werden ergänzt durch eine große Anzahl sakraler Geräte, Devotionalien, einem Reliquienaltärchen und Exponate aus dem Stadtarchiv. Ein Choralbuch (um 1600) weist auf die Choraltradition der Lorcher Pfarrei hin.

In mehreren Vitrinen im Flur werden Bodenfunde aus dem Lorcher Raum gezeigt. Die ältesten Ausstellungsstücke sind ein Halsring und ein Kinderarmreif aus der Bronzezeit. Gezeigt werden auch Keramikfunde aus der Römerzeit, mittelalterliche Gebrauchsgegenstände und Trinkgefäße aus der Zeit des Barock.

In einem separaten Raum bietet das Lorcher Museum noch die Möglichkeit für wechselnde Ausstellungen. Der Raum ist ausgestattet mit einem Keramik-Wandbild der Lorcher Schuljunker.

Beauftragter für das Robert-Struppmann-Museum: Josef Herrmann, Tel. 06726/656
Beauftragte für die Sonderausstellungen: Trudi Glaßner,   Tel. 06726/9781

Öffnungszeiten:

1. April bis 31. Oktober Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14.°° bis 17.°° Uhr
sowie auf Anfrage während den Öffnungszeiten der Tourist
Information der Stadt Lorch.

Das Lorcher Kunst- und Heimatmuseum ist Mitglied des Hessischen Museumsverbandes und liefert alljährlich Statistikangaben an den Hessischen Museumsverband und an das Institut für Museumsforschung in Berlin.

Der Kultur- und Heimatverein e. V. hat z.Zt. 140 Mitglieder, Neumitglieder sind jederzeit willkommen.